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Wahlprüfsteine Fragenkatalog

FRAGENKATALOG

  1. Bebauungsplan Ortsmitte – Ziele
    Durch jahrzehntelange Bemühungen des Bürgervereins Beiersdorf konnte die Stadt Coburg die „Sommerwiese“ ë erwerben und einen Bebauungsplan erstellen.
    Welche Ziele des ISEKsë möchten Sie hier verwirklichen und welche Zeitschiene können Sie sich hierfür vorstellen?
  2. Alte Schule Beiersdorf – Vereinsheim der Beiersdorfer Vereine
    In Beiersdorf gibt es zurzeit noch ein intaktes Vereinsleben, das sein Domizil in der „Alten Schule“ besitzt (Gesangverein, Bürgerverein, Verband Wohneigentum, Musikverein, Jugendtreff). Seit langer Zeit ist das Gebäude nur minimal saniert worden. Insbesondere die WCs sind in einem erbärmlichen Zustand. Der Gartenbereich der Wohnung ist ungepflegt. 
    Welche Maßnahmen am Gebäude sehen Sie als unterstützenswert an? Wie sehen Sie die Zukunft des Gebäudes, das der Stadt Coburg gehört?
  3. Goldbergsee – Entwicklungspotential
    Das Regenrückhaltebecken Goldbergsee hat sich mittlerweile zu einem Naherholungsgebiet für viele Coburger entwickelt. Ein gültiger Bebauungsplan liegt vor. 
    Welche Teile des Bebauungsplanes sind für Sie wichtig und unterstützen Sie? Oder haben Sie eigene Vorstellungen zum Goldbergsee?
  4. Rodacher Straße – 2205 neu
    Der Baubeginn der Staatsstraße 2205 neu ist mittlerweile erfolgt. 
    Welche Möglichkeiten sehen Sie jetzt zur Verkehrsberuhigung der Rodacher Straße bzw. wie stellen Sie sich die Entwicklung rund um den Bereich „Schwarzer Bär“ vor?
  5. Bürgerbeteiligung ist wichtig – wird aber zeitweise nur ungenügend praktiziert
    Welche Vorschläge haben Sie hierzu, um die Beiersdorfer Bürger bei den Entscheidungen einzubeziehen?
  6. Entwicklung von Beiersdorf allgemein
    Beiersdorf ist laut der Stadt Coburg ein beliebter Standort zum Wohnen. 
    Wie sind Ihre Ziele und Maßnahmen, um den Stadtteil zu stärken? 
    Insbesondere: Welche Infrastrukturmaßnahmen wollen Sie voranbringen, um Beiersdorf nicht nur als „Schlafstadt“ zu etablieren?

Wahlprüfsteine Antwort Bündnis 90 / Die Grünen

Ina Sinterhauf

1.BEBAUUNGSPLAN ORTSMITTE – ZIELE

Das Gelände der Sommerwiese bietet für Beiersdorf ideale Möglichkeiten, ein Ortszentrum und damit auch das Ortsleben zu entwickeln. Dazu ist es wichtig, dass das Gelände nicht als reine Wohnsiedlung geplant und gebaut wird, sondern Orte und Räume für das Gemeinschaftsleben bietet. Ein Dorfplatz, ein Vereinsheim und ein Dorfladen zum Beispiel. Ich halte es für richtig, dass der endgültige Bebauungsplan mit den Beiersdorfer Bürger*innen abgestimmt wird, damit der Ortsteil sich im Sinne seiner Bewohner*innen entwickeln kann.

Die zeitliche Entwicklung wird vor allem davon abhängen, wie zügig diese Abstimmung und die notwendigen politischen Entscheidungen erfolgen können. Hierzu möchte ich keine Versprechungen abgeben, die eventuell nicht haltbar sind. Da ich die Chancen für den Ortsteil jedoch erkenne, kann ich versichern, dies nicht unnötig zu verzögern.

2.ALTE SCHULE BEIERSDORF – VEREINSHEIM DER BEIERSDORFER VEREINE

Bis zur Errichtung eines eventuellen neuen Vereinsheims muss die Alte Schule als solches erhalten bleiben. Dafür müssen auch die jeweils notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen erfolgen. Darüberhinausgehende Sanierungsmaßnahmen hängen jedoch davon ab, welches abschließende Konzept für das Gebäude oder Gelände gefunden wird.

Ich könnte mir neben dem Abriss und der Bebauung des Geländes mit Wohnhäusern auch eine Umnutzung der Alten Schule vorstellen, z.B. als Gründerzentrum. Dies könnte zu einer zusätzlichen Belebung von Beiersdorf beitragen und den Charakter als Schlafstadt verhindern helfen. Die Realisierbarkeit wäre aber sowohl baulich als auch inhaltlich natürlich noch zu prüfen.

3.GOLDBERGSEE – ENTWICKLUNGSPOTENTIAL

Der Goldbergsee ist für viele Coburger*innen ein beliebter Ausflugsort geworden – leider vielfach noch mit dem Pkw und nicht mit dem ebenfalls möglichen Fahrrad. Ein Ausbau des Radwegenetzes im Stadtgebiet ist auch aus anderen Gründen dringend notwendig. Dabei sollten die Anbindungen in den Landkreis immer mitgedacht werden. Am Goldbergsee selbst gibt es einen (leider unbeleuchteten) Radweg, doch die Zufahrt aus der Stadt sowie die weitere Wegeführung in Beiersdorf ist nicht gut gelöst.

Am Goldbergsee halte ich die geplante WC-Anlage für unabdingbar. Dies würde die Aufenthaltsdauer verlängern und Aufenthaltsqualität verbessern. Ob die Ansiedlung eines Cafés möglich bzw. notwendig ist, wäre zu prüfen.

4.RODACHER STRAẞE – 2205 NEU

Der Bereich um den „Schwarzen Bären“ kann, sobald der Durchgangsverkehr nicht mehr durch Beiersdorf läuft, ein attraktiver Platz werden, an dem man sich gern aufhält. Mit Gasthof und Café gibt es dazu auch bereits Anlass. Weitere Aufenthaltsqualitäten entstehen durch Bäume, Sitzgelegenheiten und die Einbindung von Wasser. Eine kluge Gestaltung integriert den verbleibenden Verkehr, ohne ihn weiterhin als Belastung zu erleben. Die Neugestaltung des Bereichs ist auch vor dem Hintergrund anstehender Klimaveränderungen zu denken und sollte Schatten und Kühlung in zunehmend heißen Sommern bieten.

Auch wenn nicht beide Vorhaben gleichzeitig realisiert werden (können), sollten die Planungen hier und an der Sommerwiese miteinander verknüpft werden, damit sie sich gegenseitig und im Sinne der Ortsentwicklung ergänzen.

5.BÜRGERBETEILIGUNG IST WICHTIG – WIRD ABER ZEITWEISE NUR UNGENÜGEND PRAKTIZIERT

Ich halte es für unabdingbar, Bürger*innen zu beteiligen, wenn es a) um weitreichende bzw. umfassende Vorhaben geht oder b) die Bürger*innen selbst die Expert*innen dafür sind, welche Lösungen funktionieren oder c) die Bürger*innen wesentlich zum Gelingen der Lösungen beitragen. Alle drei Aspekte sehe ich bei den anstehenden Planungen und Vorhaben als gegeben.

Bürgerbeteiligung kann verschiedene Formate umfassen: von Diskussionsforen über Zukunftswerkstätten bis zu formalen Beteiligungsverfahren. Eingebunden werden sollten aber immer sowohl Institutionen wie der Bürgerverein, als auch allgemein interessierte Bürger*innen, die nicht in Vereinen o.ä. organisiert sind.

6.ENTWICKLUNG VON BEIERSDORF ALLGEMEIN

Damit Beiersdorf sich nicht als Schlafstadt entwickelt, braucht es am Ort alle Bausteine des alltäglichen Lebens:

Wohnen und arbeiten, Sport- und Freizeitmöglichkeiten, Nahversorgung und Dienstleistungen. Konzepte für die Ortsentwicklung und neue Bebauungspläne müssen daher alle Bausteine umfassen. Eine Ausweisung reiner Wohngebiete ist dagegen kontraproduktiv.

Das bestehende Gemeinschaftsleben in Form aktiver Vereine gilt es zu erhalten. Die Stadt kann dies durch Vereinsförderung und durch bauliche Maßnahmen unterstützen. Durch eine entsprechende (Um-)Gestaltung des Ortszentrums kann dieses an Attraktivität gewinnen und können vorhandene Gaststätten neu belebt werden (z.B. am Schwarzen Bären, s. oben).

Das Ortsleben profitiert davon, wenn vor Ort benötigte Waren und Dienstleistungen auch vor Ort angeboten werden. Die Ortsentwicklung ist also auch dahingehend zu planen.

Wahlprüfsteine Antwort Coburger Liste

Martina Benzel-Weyh

1.BEBAUUNGSPLAN ORTSMITTE – ZIELE

Ortsmittelpunkt: Sommerwiese ausbauen – ja, Ortsgemeinschaftshaus – ja (Alte Schule?), Festplatz erhalten, der schon da ist – ja, ergänzende Nutzungen anregen: Mehrgenerationenwohnen ja, Dorfladen ja.

Ich kann mit den Ideen des ISEKs mitgehen, das habe ich auch, so lange ich politisch aktiv bin, unterstützt. Hinsichtlich des Mehrgenerationenwohnens bräuchte es natürlich Bürger*innen, die z. B. in einer Genossenschaft bereit wären, hier einzusteigen und dieses Haus mitzutragen. Auch beim Thema Dorfladen sind alle gefragt. Es geht ja nicht nur um ein Ladengeschäft und das Betreiben des Dorfladens. Es müssten ja dann auch viele Leute dazu bewegt werden, im Dorfladen einzukaufen, was sehr begrüßenswert wäre. Vielleicht ergäben sich Synergien mit der Beiersdorfer Bäckerei bzw. Familie Herppich/Schwerdt.

Als realistische Zeitschiene würde ich die nächsten zwei bis zehn Jahre schätzen, kleinere Projekte sind evtl. schneller umsetzbar, es kommt natürlich auch darauf an, ob die Beiersdorfer*innen zu begeistern sind.

Für die Umsetzung des Dorfmittelpunktes Sommerwiese bedarf es z. B. eines Antrags seitens der Bürgerversammlung Beiersdorf, die dafür einzuberufen wäre. Dann muss sich der Stadtrat damit beschäftigen und einen Entschluss fassen. Meiner Unterstützung wäre Beiersdorf sicher.

2.ALTE SCHULE BEIERSDORF – VEREINSHEIM DER BEIERSDORFER VEREINE

Da, wo reges Dorfleben existiert, muss dies auf jeden Fall unterstützt werden. Sicher kann die Stadt Coburg nicht alle „Manpower“ übernehmen.

Am sinnvollsten wäre ein gemeinsames Treffen mit dem neuen Stadtrat und der neuen OBin/dem neuen OB, wo man sich bei einem Ortstermin informieren kann, austauscht und die Einwohner*innen zeigen können, welche Räumlichkeiten wie saniert werden müssten. Wenn die Beiersdorfer mit anpacken, dann steht der Sanierung der Alten Schule als Beiersdorfer Vereinshaus sicher nichts mehr im Wege. Da stehen wir von der Coburger Liste voll dahinter (siehe Wahlprogramm der Coburger Liste – Soziales Coburg – Miteinander! www.coburger-liste.de)

3.GOLDBERGSEE – ENTWICKLUNGSPOTENTIAL

Eine Toilettenanlage am Goldbergsee ist unerlässlich, Wolf-Rüdiger Benzel und ich haben vor langer Zeit auch den entsprechenden Antrag gestellt, der mittlerweile bewilligt ist, die Gelder sind eingestellt. Warum diese Toilettenanlage noch nicht steht, weiß keiner.
Wahlkampftaktik? 

Hinsichtlich eines Cafés bzw. der Wohnmobilstellplätze muss vorher unbedingt geprüft werden, ob sich diese Pläne mit der reichen Natur und Vogelwelt „kreuzen“ würden oder vereinbar seien. Wenn das möglich ist – warum nicht!

4.RODACHER STRAẞE – 2205 NEU

Zur Verkehrsberuhigung: Tempo 30, Radweg errichten, evtl. Änderung auf „Rechts vor Links“; aber nicht sehr viel Geld in z. B. andere Straßenbeläge (Pflaster) stecken, Geld lieber nutzen für Ausbau Dorfmittelpunkt Sommerwiese. Was sind die Vorstellungen der Beiersdorfer*innen hierzu? Sollte der Schwarze Bär irgendwann zum Verkauf anstehen, muss die Stadt Coburg auf jeden Fall aktiv werden und das Gebäude/Grundstück erwerben, um die Planungshoheit zu sichern. Auch der Saal des Schwarzen Bären steht für Beiersdorf.

5.BÜRGERBETEILIGUNG IST WICHTIG – WIRD ABER ZEITWEISE NUR UNGENÜGEND PRAKTIZIERT

Bewohner*innen gezielt (per Post) ansprechen, Kampagnen „Für mein Beiersdorf wünsche ich mir …“/“Du bist Beiersdorf“ o. Ä., gemeinsame Treffen mit Stadträt*innen, OB, Bgm., „Hausbesuche“ der Bürgervereinsmitglieder bei den Beiersdorfer Einwohner*innen, Straßenfeste organisieren zum Kennenlernen (Das haben mein Mann und ich in der Eupenstraße auch gemacht, als wir dort hingezogen sind – stärkt den Zusammenhalt.), Priorisierungen der Projektwünsche von der Bürgervereinsseite aus, dann ist eine schrittweise Umsetzung der Wünsche leichter realisierbar. Ergeben sich Planungen, die Beiersdorf betreffen, ist in jedem Fall – von Politik und Stadtverwaltung aus – der Bürgerverein zu informieren bzw. mit ihm in Austausch zu treten.

6.ENTWICKLUNG VON BEIERSDORF ALLGEMEIN

Ich unterstütze vollumfänglich die Sanierung der Alten Schule und die Stärkung des Ortsmittelpunktes. Meines Erachtens hat es jedoch keinen Sinn, dass ich mir jetzt etwas ausdenke und „von oben herab“ auf Beiersdorf überstülpe. Der gesamte Ortsteil muss mitgehen, ich möchte sogar behaupten, dass die Ideen von der Bevölkerung kommen sollten. Hier kann der Ortsverein aktiv werden und Vorarbeit leisten. Auch ist der Bebauungsplan auf weitere Nutzungsmöglichkeiten abzustimmen.

Wahlprüfsteine Antwort CSB

Christian Müller

1.BEBAUUNGSPLAN ORTSMITTE – ZIELE

Es ist zutreffend, dass in enger Zusammenarbeit zwischen dem Bürgerverein Beiersdorf und der Stadt Coburg jahrzehntelange Planungen verfolgt worden sind, eine neue großzügige Ortsmitte für Beiersdorf zu schaffen, dort einen Kindergarten mit kirchlichen Einrichtungen, ein Bürgerhaus, einen Bolz-, Fest- und Kinderspielplatz zu errichten. Die planerischen Ziele sind im Bebauungsplan Nr. 103 20c 1/2 vom 28.10.2009 ebenso festgeschrieben, wie im ISEK (Seite 159).

Wie Sie wissen, ist die tatsächliche Entwicklung völlig anders verlaufen, als die gemeinsamen Planungen vorsahen. Insbesondere die Entscheidung der Evangelischen Kirche, den Kindergarten am bisherigen Standort neu zu bauen, hat zur Folge, dass der Bebauungsplan in der Fassung vom 28.10.2009 nicht mehr zur Umsetzung kommen wird. Aus meiner Sicht sollte die bestehende Planung gemeinsam mit dem Bürgerverein überprüft, neu gedacht und vollständig überarbeitet werden.

2.ALTE SCHULE BEIERSDORF – VEREINSHEIM DER BEIERSDORFER VEREINE

Im Rahmen der 2009 gedachten neuen Ortsmitte für Beiersdorf sollte auch ein Bürgerhaus entstehen. In diesem hätten dann die Vereine, die es erfreulicherweise in Beiersdorf immer noch zahlreich gibt, ihr neues Zuhause gefunden.

Aus meiner Sicht sollte umgehend eine Grundsatzentscheidung dahingehend getroffen werden, die alte Schule soweit instand zu setzen, dass sie auch für die nächsten Jahre Vereinsheim der Beiersdorfer Vereine sein kann.

3.GOLDBERGSEE – ENTWICKLUNGSPOTENTIAL

Es ist erfreulich, dass sich der Goldbergsee vom bloßen Regenrückhaltebecken zu einem der attraktivsten Naherholungsgebiete der Stadt Coburg und einem der interessantesten Naturschutzgebiete in Bayern entwickelt hat. Die im Bebauungsplan vorgesehenen weitergehenden Einrichtungen wie Café, Spielbereiche, Wohnmobilstellplatz und 

anderer Einrichtungen sind bisher nicht umgesetzt, weil es hierfür weder Investoren noch Betreiber gegeben hat.

Aus meiner Sicht sollte auch dieser Bebauungsplan gemeinsam mit dem Bürgerverein überprüft werden. Eine temporäre gastronomische Einrichtung ist wünschenswert. Die notwendigen Toiletten werden errichtet.

4.RODACHER STRAE – 2205 NEU

Nach vielen Jahrzehnten der Planung ist nun endlich mit dem Bau der neuen Staatsstraße 2205 begonnen worden, so dass die Fertigstellung dazu führen wird, dass die hohe Verkehrsbelastung in Beiersdorf deutlich reduziert werden kann. Eine deutliche Reduzierung der Verkehrsbelastung ist Voraussetzung, den Ortsmittelpunkt um den Schwarzen Bären, die Beiersdorfer Landbäckerei und die Straßenräume aufzuwerten.

5.BÜRGERBETEILIGUNG IST WICHTIG – WIRD ABER ZEITWEISE NUR UNGENÜGEND PRAKTIZIERT

Die CSB-Fraktion hat als einzige Fraktion einen Antrag im Stadtrat eingebracht, Bürgernähe und Transparenz bei Entscheidungen der Gremien besser zu beachten. Uns ist es wichtig, die Meinung der Bürgerschaft schon beim politischen Meinungsbildungsprozess mit einzubeziehen. 

6.ENTWICKLUNG VON BEIERSDORF ALLGEMEIN

Aus meiner Sicht ist es von großer Bedeutung, dass die Stadtteile gestärkt werden. D. h. sie sollten nicht nur Schlafstädte sein, sondern auch Orte städtischer Lebendigkeit und vor allem Einrichtungen aufweisen, die der Versorgung, der Beförderung und der Erholung gleichsam dienen.

Wahlprüfsteine Antwort CSU

Hans-Herbert Hartan

1.BEBAUUNGSPLAN ORTSMITTE – ZIELE

Die CSU steht grundsätzlich für die Ausbildung einer „neuen“ Ortsmitte „Sommerwiese“, wie im ISEK beschrieben. Ob der derzeit gültige Bebauungsplan gemäß ISEK noch einmal fortgeschrieben werden muss, ist mit dem Bürgerverein zeitnah zu diskutieren. Eine Wohnbebauung der an die „Sommerwiese“ angrenzenden Grundstücke sieht die CSU positiv.

2.ALTE SCHULE BEIERSDORF – VEREINSHEIM DER BEIERSDORFER VEREINE

Der momentane bauliche Zustand der „Alten Schule“ ist im höchsten Maße unbefriedigend. Es ist eine Machbarkeitsstudie in Zusammenarbeit mit den beteiligten Vereinen für die Umnutzung der „Alten Schule“ zu einem Kultur- und Vereinsheim erforderlich. Diese beinhaltet eine Kostenermittlung für eine Sanierung und den Umbau des Gebäudes. Die CSU setzt sich in jedem Fall dafür ein, dass das Beiersdorfer Vereinsleben ein intaktes Domizil erhält.

3.GOLDBERGSEE – ENTWICKLUNGSPOTENTIAL

Am Goldbergsee wird als erster Schritt eine Sanitäranlage errichtet. Die CSU hat darüber hinaus eine Machbarkeitsstudie beantragt, einen sogenannten „Stadtstrand“ mit Gastronomie/Kiosk zur Attraktivitätssteigerung des Nah-

erholungsgebietes Goldbergsee zu errichten. Diesem Antrag ist der Stadtrat bereits gefolgt. Die Parkplatzsituation muss zudem noch verbessert werden.

4.RODACHER STRAẞE – 2205 NEU

Nach der Verkehrsfreigabe der St2205 soll nach den Vorstellungen der CSU der historische Ortsmittelpunkt um den „Schwarzen Bären“ verkehrsberuhigt werden, z.B. durch Pflasterung in diesem Bereich. Eine dann neugestaltbare private Außengastronomie am „Schwarzen Bären“ und an der Bäckerei würde den Bereich weiter aufwerten und soll, wenn gewünscht, ordnungsrechtlich ermöglicht werden.

5.BÜRGERBETEILIGUNG IST WICHTIG – WIRD ABER ZEITWEISE NUR UNGENÜGEND PRAKTIZIERT

Insbesondere bei den Planungen „Sommerwiese“, „Alte Schule“ und historischer Ortskern um den „Schwarzen Bären“ sollen die beteiligten Vereine von Anfang an mit 

eingebunden werden. Deren Wissen und Ideen sind aus Sicht der CSU unverzichtbar, um sinnvolle Lösungen für die Beiersdorfer Bürger zu erarbeiten.

6.ENTWICKLUNG VON BEIERSDORF ALLGEMEIN

Die Antwort auf diese Frage steckt auch schon in den bereits aufgezeigten Vorschlägen. Die CSU sieht zwei Schwerpunkte für eine positive Weiterentwicklung von Beiersdorf: Das ist der Bereich „Sommerwiese/Alte Schule“ und der historische Ortskern um den „Schwarzen Bären“. Hier lässt sich aus unserer Sicht sehr gut gemeinschaftliches Leben etablieren.

Wahlprüfsteine Anwort Di Linke

René Hähnlein

1.BEBAUUNGSPLAN ORTSMITTE – ZIELE

Die Ziele des ISEK für Beiersdorf sind meiner Meinung nach alle kurz und mittelfristig plan- und durchführbar. Finanzierbar sind sie ebenfalls. Es braucht nur den politischen Willen.

Als OB-Kandidat und Stadtrat fordere ich schon seit längerem Investitionen in die Stadtteile und natürlich auch für Beiersdorf, um die Infrastruktur, den ÖPNV, die Nahversorgung zu ertüchtigen, aber auch seniorengerechtes Wohnen und ausreichend Kitaplätze zur Verfügung zu stellen.

Im ISEK wird die Ausbildung eines neuen Schwerpunkts in der Beiersdorfer Ortsmitte auf der Sommerwiese mit Ortsgemeinschaftshaus, Verlagerung Kindergarten, Einrichtung von Gemeinschaftsräumen, Festplatz, ergänzende Nutzungen usw. angeregt. Dies unterstütze ich. Die konkreten Planungen müssen aber noch zeitnah mit den Einwohnern Beiersdorfs abgestimmt werden.

Ebenso das Projekt eines Dorfladens. Ein Dorfladen kann belebend sein für einen Stadtteil wie Beiersdorf. Es gibt aber gewisse Voraussetzungen, die so ein Dorfladen (komplett ehrenamtlich? Finanzierung, Lage, Barrierefreiheit usw.) erfüllen muss. Deshalb schlage ich hier eine eingehende Nutzungsanalyse vor. Es sind div. Dorfläden in der Region bereits nach wenigen Jahren gescheitert. Das sollte uns in Beiersdorf nicht passieren.

2.ALTE SCHULE BEIERSDORF – VEREINSHEIM DER BEIERSDORFER VEREINE

Selbstverständlich muss die „Alte Schule“ in Beiersdorf umfassend saniert werden. Dafür muss die Stadt auch 

entsprechende Gelder zur Verfügung stellen. Ich werde mich auch im zukünftigen Stadtrat dafür einsetzen.

3.GOLDBERGSEE – ENTWICKLUNGSPOTENTIAL

Am Goldbergsee wäre eine Art Gastronomiebetrieb wie z.B. am Froschgrundsee wünschenswert, neben ordentlichen sanitären Anlagen sicher ein Hauptkriterium für die Aufwertung und weitere Erschließung des Areals Goldbergsee.

4.RODACHER STRAẞE – 2205 NEU

Die Belastungen für die Beiersdorfer Bürger durch den Durchgangsverkehr von und nach Coburg sind schon seit Jahrennicht mehr hinnehmbar. Deswegen freut es mich sehr, dass endlich der Bau der Staatsstraße 2205 neu erfolgt.

Dies wird zu einer Verkehrsberuhigung in Beiersdorf 

führen. Die Staatsstraße 2205alt im Bereich Beiersdorf mit etwa 700 Metern Länge muss deshalb durch einen durchgehenden Ausbau der Gehwege, auch in ausreichender Breite, für die Beiersdorfer wieder nutzbar gemacht werden.

Dafür sind Investitionen bereitzustellen.

5.BÜRGERBETEILIGUNG IST WICHTIG – WIRD ABER ZEITWEISE NUR UNGENÜGEND PRAKTIZIERT

Die Entwicklung in unserer Stadt hat gezeigt, dass die Menschen in die Politik eingreifen wollen. Sie wollen mehr gefragt werden und sie wollen mitbestimmen. Deshalb ist Transparenz ein wichtiger Faktor für Demokratie und Mitbestimmung. Ausschüsse und Stadtratssitzungen sollen meiner Meinung nach grundsätzlich nicht nur öffentlich, sondern auch medienöffentlich tagen, z.B. in Form eines Livestreams. Zusätzlich sollen Stadträte, OB und Bürgermeister verpflichtend an öffentlichen Stadtteilversammlungen, wie in Beiersdorf, teilnehmen müssen.

6.ENTWICKLUNG VON BEIERSDORF ALLGEMEIN

Als wichtigstes Infrastrukturprojekt für Coburg und seine Stadtteile schlagen wir einen kostenlosen ÖPNV vor. Die Erfahrungen anderer Kommunen, aber auch das Dezember-Angebot kostenloser Samstagsfahrten in Coburg hat die große Akzeptanz dieses Vorschlages untermauert.

Dies würde zu einer weiteren Verkehrsberuhigung in Beiersdorf führen und vielen Beiersdorfern, mit und ohne PKW, die Möglichkeit geben, kostenlos nach Coburg zu kommen.

Parallel dazu muss aber eine Optimierung der Haltestellen und des Streckennetzes des ÖPNV in Beiersdorf und der Stadt erfolgen. Zusätzlich muss auch der Bus-Takt erhöht werden.